(vorläufige Konzeption)

Kommentare, Untersuchungen, Spiele zu einzelnen Objekten in aktuellen Kunstausstellungen

Es geht darum, ,,Tiefenbohrungen” zu einzelnen Objekten / Situationen in aktuellen Ausstellungen einer interessierten Öffentlichkeit anzubieten. Diese ,,Bohrungen” sollten sich aus der subjektiven Wahrnehmung des Besuchs einer aktuellen Ausstellung ergeben. Ein Beispiel: Die Josef Albers Ausstellung im Sommer 2018 fand in den historischen Räumen der Villa Hügel in Essen statt; somit in Räumen, die durch einen mit quadratischen Mustern versehenen Parkettboden geprägt sind. Die nachbarschaftlichen optischen Bezüge zwischen den ausgestellten Bildern und dem offensichtlich seit Jahrzehnten begangenen Boden, der Assoziationen an die in der Vergangenheit über ihn Geschrittenen hervorrufen, könnten mich zu einen kritischen Kommentar provozieren.
Weitere Beispiele für Anlässe, die zu subjektiven Reaktionen führen könnten, sind:
Bilder hängen neben anderen Bilder und kommunizieren in jeder Ausstellung neu miteinander
Bilder rufen im Sinne eines Atlasses aber auch ihre Vor-bilder ins Gedächtnis
Bilder können die Bezugsquellen von anderen Bildern geworden sein usw.
Ausstellungen stehen im Kontext mit anderen zeitlich oder räumlich nahen Ausstellungen (z.B. Modersohn-Becker in Wuppertal / Italienische Malerei der zwanziger Jahre in Essen) usw.

So vielfältig wie die räumlichen, motivischen, stilistischen und zeitlichen Querverweise sind, die einen/eine interessierte/n AusstellungsbesucherIn durch den Kopf gehen könnten, so unterschiedlich sollte auf dieser Homepage deren Präsentation sein: von einer Zeichnung, einem Kommentar, einem Essay, einer Foto-Collage, einem ästhetischen Spiel bis zur literarischen, künstlerischen Aneignung ist alles erwünscht. Es sollte aber immer ein konkretes Werk / eine konkrete Situation im Focus stehen; denn allgemeinere Einführungen zu der Ausstellung bieten ja in der Regel die Ausstellungsmacher selbst an.