Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Wolfgang Tuschmann

    Nachricht für Lothar Adam

    Guten Tag Herr Adam,

    soeben habe ich Ihren Text „Scharf-Stellen“ – Versuche mit Genuss gelesen.

    Ich selber beschäftige mich mit der Frage nach der personalen Ikonographie Max Beckmanns.

    Bei der Lektüre S. Lackners „Ich erinnere mich gut an Max Beckmann“, ist mir eine Textstelle aufgefallen (Seite 30).

    Lackner schreibt über den gemeinsamen Besuch mit Beckmann bei seinem Vater bei Paris 1938:

    „Wir sprachen über das ‚Selbstporträt im Frack‘, und mein Vater machte prosaische Bemerkungen über die Ähnlichkeit des Bildes mit dem Naturobjekt. …, und plötzlich fragte mein Vater den Maler: > Haben Sie eigentlich immer schon so unglaublich wuchtig aussehen, oder ist Ihr Kopf auch ein Produkt Ihrer künstlerischen Bemühungen?Na ja, wissen Sie, eigentlich sind ja alle Aspekte der Erscheinungswelt auch ein Produkt unserer eigenen Bemühung.< Mein sonst so nüchterner Vater nickte, durchaus überzeugt.’

    Ich frage mich schon lange, ob bei den personalen biographischen Daten Max Beckmanns zum Beispiel nicht „Wuchtigkeit“ mit „Körpergröße“ verwechselt wird, wenn von Zuschreibenden wie diesen zu lesen ist:

    Quappi schrieb: "… einen gutausehenden, großen, eindrucksvollen Fremden gesehen.“

    Carl Einstein :“Bei aller Robustheit ist er ein zarter Knabe. …“

    Meier-Graefe : „ Boxer und Herkules“

    Schubert: „massiger Mann“, "Beckmann war ein großer/starker über-Ich-Mensch“

    Lackner „überragendes Selbsbewußtsein"

    Diese Liste mit Zitaten kann man ja problemlos erweitern.

    Im Archiv der Max Beckmann Gesellschaft befindet sich eine Reisepass Beckmann. Dort ist aber keine Körpergrösse angegeben. Es ist lediglich unter Gestalt bei Max Beckmann „kräftig“ vermerkt.
    Das wirft bei mir die Frage auf: Wie groß (in cm) war Max Beckmann wirklich.
    Wissen Sie genaueres??

    Beste Grüße aus Hamburg
    Wolfgang Tuschmann

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